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Heizung, Bad und Solartechnik werfen Fragen auf, die sich selten in einem Satz beantworten lassen. Wann lohnt sich der Austausch einer alten Anlage? Was passiert bei einer Badsanierung in welcher Reihenfolge? Und wie viel Warmwasser kommt im Jahr tatsächlich von der Sonne?

An dieser Stelle beantworten wir solche Fragen – sachlich, aus der täglichen Praxis und ohne Fachchinesisch. Jeden Monat kommt ein neuer Beitrag dazu, der ein Thema vollständig behandelt: mit den technischen Hintergründen, den realistischen Zeiträumen und den Punkten, die vorab geklärt sein sollten.

Hier geht´s zum Glossar

Wer fördert was: KfW, BAFA und Landesprogramme

Die Zuständigkeiten sind seit einigen Jahren klar getrennt, werden aber immer noch verwechselt.

Die KfW ist für den Heizungstausch zuständig. Der Zuschuss für eine neue, klimafreundliche Heizung wird ausschließlich dort beantragt –
im Programm 458. Ergänzend bietet die KfW zinsverbilligte Kredite an, die sich mit dem Zuschuss kombinieren lassen.

Das BAFA ist für Einzelmaßnahmen an der Gebäudehülle und an der Anlagentechnik zuständig: Dämmung, Fenster und Außentüren, Lüftungsanlagen
sowie die Optimierung bestehender Heizungsanlagen. Auch die geförderte Energieberatung läuft dort. Für dieselben Kosten darf allerdings nur ein Antrag
gestellt werden – entweder bei der KfW oder beim BAFA.

Dazu kommen Programme der Länder und Kommunen. Eine Kombination mit der Bundesförderung ist bis zu 60 Prozent der geförderten Investitionskosten möglich.

Grundförderung und Boni im Überblick

Der Zuschuss setzt sich aus einer Grundförderung und gegebenenfalls zwei Boni zusammen. Die Grundförderung beträgt 30 Prozent und steht allen
offen, die eine förderfähige Anlage einbauen: Wärmepumpe, Biomasseheizung, Solarthermie, Brennstoffzelle oder Netzanschluss. Voraussetzung ist
ein Bestandsgebäude ab fünf Jahren, dessen Effizienz oder Anteil erneuerbarer Energien durch die Maßnahme steigt.

Der Klimageschwindigkeitsbonus beträgt 16 Prozent und gilt nur für Selbstnutzer. Er greift beim Austausch funktionstüchtiger Öl-, Kohle-, Gas-Etagen-
und Nachtstromspeicherheizungen unabhängig vom Alter, bei Gas- und Biomasseheizungen ab zwanzig Betriebsjahren. Ab 1. Februar 2027 sinkt er
halbjährlich um vier Prozentpunkte, ab August 2028 entfällt er.

Der Einkommensbonus gilt ebenfalls nur für Selbstnutzer: 40 Prozent bei einem zu versteuernden Haushaltsjahreseinkommen bis 30.000 Euro,
30 Prozent bis 40.000 Euro, 10 Prozent bis 50.000 Euro. Lebt ein minderjähriges Kind im Haushalt, steigt die Grenze einmalig um 10.000 Euro –
unabhängig von der Kinderzahl.

Entscheidend ist die Obergrenze: In der Regel sind höchstens 70 Prozent möglich, 80 Prozent nur bei einem anzusetzenden Einkommen bis 30.000 Euro.
Dazu kommen die förderfähigen Höchstkosten von 28.000 Euro für die erste Wohneinheit, die ab Februar 2027 halbjährlich um 750 Euro sinken.
Der maximale Zuschuss liegt damit bei 22.400 Euro.

Ersatzlos entfallen sind der Effizienzbonus für Wärmepumpen mit natürlichem Kältemittel und der Zuschlag für emissionsarme Biomasseanlagen.

Die richtige Reihenfolge: erst Antrag, dann Auftrag

Der teuerste Fehler im gesamten Verfahren ist die falsche Reihenfolge. Wer den Auftrag erteilt, bevor der Antrag gestellt ist, verliert den
Anspruch – ohne Ausnahme und ohne Nachbesserungsmöglichkeit.

Der Ablauf: Zuerst erstellt der Fachbetrieb oder ein Energieeffizienz-Experte die Bestätigung zum Antrag. Dann schließen Sie einen Liefer- oder Leistungsvertrag
mit aufschiebender oder auflösender Bedingung – er wird erst wirksam, wenn die KfW zusagt. Mit beiden Unterlagen stellen Sie den Antrag im Portal „Meine KfW“.

Erst nach der Zusage wird umgesetzt. Zum Abschluss bestätigt der Fachbetrieb die Durchführung, Sie reichen die Nachweise ein, danach wird
ausgezahlt. Für Antrag und Auszahlung brauchen Sie ein Nutzerkonto im Portal und müssen sich dort identifizieren. Richten Sie das rechtzeitig
ein – die Identifizierung dauert einige Tage.

Welche Unterlagen der Fachbetrieb liefert

Ein Teil der Nachweise kommt zwingend vom ausführenden Betrieb: ein Angebot mit getrennt ausgewiesenen Förderpositionen, die Bestätigung zum
Antrag, die Bestätigung nach Durchführung, die technischen Datenblätter sowie der Nachweis des hydraulischen Abgleichs über das VdZ-Formular.

Die Schlussrechnung muss die Objektadresse nennen und die Maßnahmen den Förderpositionen zuordenbar ausweisen. Eine Pauschalrechnung
„Heizungserneuerung“ genügt nicht. Und sie ist unbar zu begleichen – Barzahlung schließt die Förderung aus. Von Ihnen kommen Grundbuchauszug
und Meldebestätigung, beim Einkommensbonus zusätzlich die Steuerbescheide.

Häufige Stolperfallen

Auftrag vor Antrag – der Klassiker, siehe oben. Versäumte Fristen. Ab der Zusage bleiben 36 Monate für die Umsetzung, danach sechs Monate
ab der letzten Rechnung für die Nachweise. Wer die Frist reißt, verliert den Zuschuss.

Eigenleistung. Der eigene Arbeitseinsatz ist nicht förderfähig, Material nur, wenn die fachgerechte Ausführung bestätigt wird. Einkommensnachweise.
Maßgeblich ist der Durchschnitt der zu versteuernden Einkommen aus dem zweiten und dritten Jahr vor der Antragstellung – bei einem Antrag 2026
also 2023 und 2024. Nachgewiesen wird ausschließlich per Steuerbescheid.

Die Steuerermäßigung für Sanierungsmaßnahmen ist nicht kombinierbar: Für dieselbe Maßnahme gilt entweder Zuschuss oder Steuerbonus.

Das Timing. Weil Höchstbetrag und Klimageschwindigkeitsbonus zum 1. Februar und 1. August sinken, kann ein Antrag wenige Tage vor dem
Stichtag mehrere hundert Euro ausmachen. Und schließlich: Ein Zuschuss ist kein Rabatt. Ob eine Anlage zum Gebäude passt, entscheidet die
Technik – nicht die Förderquote.

Wir kennen die Anforderungen und liefern die Unterlagen für Ihren Antrag –
von der Bestätigung zum Antrag bis zur Bestätigung nach Durchführung.

Sprechen Sie uns an, bevor Sie beauftragen.

Glossar

Die Themen reichen von Wärmetechnik und Heizung über Sanitär und Bad bis zu Solartechnik, Effizienz und Förderung. Begriffe, die häufiger vorkommen, erklären wir zusätzlich in unserem Glossar.

Sie vermissen ein Thema? Sprechen Sie uns an – wir greifen es gern auf.

Wärmetechnik

Was bedeutet Wärmetechnik?

Unter Wärmetechnik versteht man alle technischen Systeme und Verfahren, die zur Erzeugung, Verteilung und Nutzung von Wärme in Gebäuden eingesetzt werden.
Ziel ist es, Räume zuverlässig zu beheizen, Warmwasser bereitzustellen und dabei möglichst energieeffizient und umweltschonend zu arbeiten. Die Wärmetechnik ist
ein zentraler Bestandteil moderner Gebäudetechnik und spielt im Neubau wie bei der Sanierung eine entscheidende Rolle.

Warum ist Wärmetechnik für Bauherren und Eigentümer wichtig?

Die Wahl der richtigen Wärmetechnik beeinflusst die laufenden Energiekosten, den Wohnkomfort, die Umweltbilanz und den Wert der Immobilie.
Vor dem Hintergrund steigender Energiepreise und neuer gesetzlicher Anforderungen gewinnt eine effiziente und zukunftssichere Lösung immer mehr an Bedeutung.

Beispiele moderner Wärmetechnik

Zur Wärmetechnik zählen klassische Heizsysteme wie Gas- oder Ölheizungen, Wärmepumpen, Biomasse-Anlagen mit Pellets, Scheitholz oder Hackschnitzeln,
Solarthermie-Anlagen zur Warmwasserbereitung und Heizungsunterstützung, Fußboden- und Flächenheizungen sowie intelligente Regel- und Steuerungssysteme.

 

Wärmetechnik bei Christ & Wieprecht

Christ & Wieprecht begleitet Kunden bei Planung, Umsetzung und Modernisierung zeitgemäßer Wärmetechnik – von der Beratung über die Beantragung der
KfW-Fördermittel für den Heizungstausch bis zur fertigen Anlage. Alles aus einer Hand, mit einem Ansprechpartner über die gesamte Sanierung hinweg.
Im Mittelpunkt stehen dabei die individuellen Anforderungen vor Ort, ein wirtschaftlicher Energieeinsatz und die langfristige Betriebssicherheit der Anlage.

Weitere Informationen finden Sie auf unserer Leistungsseite Wärmetechnik.

Solarsysteme

Was sind Solarsysteme?

Solarsysteme nutzen die Energie der Sonne, um Wärme oder Strom zu erzeugen. Sie zählen zu den erneuerbaren Energien
und spielen eine immer größere Rolle bei der nachhaltigen Energieversorgung von Gebäuden. Grundsätzlich unterscheidet
man Photovoltaik-Systeme zur Stromerzeugung und Solarthermie-Systeme zur Warmwasserbereitung und Heizungsunterstützung.
Beide Systeme lassen sich einzeln oder in Kombination einsetzen.

Vorteile von Solarsystemen 

Solarsysteme senken die Energiekosten durch Eigenversorgung, machen unabhängiger von steigenden Energiepreisen, 
reduzieren CO₂-Emissionen und nutzen eine kostenlose Energiequelle.
In Verbindung mit modernen Heizsystemen wie Wärmepumpen lassen sich besonders effiziente Gesamtlösungen realisieren.

Typische Einsatzgebiete 

Solarsysteme eignen sich für Ein- und Mehrfamilienhäuser, für Neubauten ebenso wie für Bestandsgebäude, zur Unterstützung 
der Warmwasserbereitung und zur Kombination mit bestehenden Heizungsanlagen. Je nach Gebäude, Verbrauch und
Ausrichtung wird das System individuell geplant. 

Solarsysteme bei Christ & Wieprecht 

Christ & Wieprecht berät bei der Auswahl geeigneter Solarsysteme und übernimmt die fachgerechte Umsetzung –
abgestimmt auf die jeweilige Immobilie und den tatsächlichen Energiebedarf. Der Schwerpunkt liegt dabei auf Solarthermie,
also der direkten Nutzung der Sonnenwärme für Warmwasser und Heizungsunterstützung. Darüber hinaus lässt sich vorhandener
oder geplanter PV-Strom in das Heizsystem einbinden; ebenso werden die notwendigen Schnittstellen für den Betrieb mit einer
Wärmepumpe vorgesehen. So entsteht ein Wärmekonzept, das die verfügbaren Energiequellen sinnvoll zusammenführt.

Wärmepumpe

Was ist eine Wärmepumpe?

Eine Wärmepumpe entzieht der Umgebung Wärme – der Außenluft, dem Erdreich oder dem Grundwasser – und hebt sie mit Hilfe von Strom auf ein Temperaturniveau an,
das sich zum Heizen und für Warmwasser nutzen lässt. Aus einer Kilowattstunde Strom entstehen je nach Anlage und Gebäude etwa drei bis fünf Kilowattstunden Wärme.

Welche Bauarten gibt es?

Luft-Wasser-Wärmepumpen nutzen die Außenluft und lassen sich am einfachsten nachrüsten. Sole-Wasser-Wärmepumpen erschließen über Erdsonden oder Flächenkollektoren
die Erdwärme und arbeiten besonders gleichmäßig. Wasser-Wasser-Wärmepumpen nutzen Grundwasser und erreichen die höchsten Wirkungsgrade, benötigen aber eine
wasserrechtliche Genehmigung.

Wann ist eine Wärmepumpe sinnvoll?

Entscheidend ist nicht das Baujahr, sondern die benötigte Vorlauftemperatur. Je niedriger sie ausfällt, desto effizienter arbeitet die Anlage. Flächenheizungen, ausreichend große
Heizkörper und ein guter Dämmzustand wirken sich günstig aus. Eine Heizlastberechnung zeigt vor der Entscheidung verlässlich, ob und in welcher Größe sich eine Wärmepumpe eignet.

Wärmepumpen bei Christ & Wieprecht

Christ & Wieprecht prüft das Gebäude, berechnet die Heizlast, legt die Anlage passend aus und übernimmt die Installation samt Inbetriebnahme und Einregulierung.

→ Weitere Informationen finden Sie auf unserer Leistungsseite Wärmetechnik.

Ausdehnungsgefäß

Das Ausdehnungsgefäß nimmt die Volumenänderung des Heizwassers bei Erwärmung auf und hält den Anlagendruck stabil.
Bei unseren Wartungen wird es regelmäßig geprüft – ein zu geringer Vordruck ist eine der häufigsten Ursachen für
Druckverlust in der Heizungsanlage.

Abgasanlage

Die Abgasanlage leitet die Verbrennungsgase des Heizkessels sicher ins Freie. Bei Brennwertgeräten und häufig auch bei Pelletanlagen muss die Abgasanlage feuchteunempfindlich ausgeführt sein, weil bei niedrigeren Abgastemperaturen ein Kondensat entsteht. Für einen sicheren und effizienten Betrieb wird die Anlage berechnet – Querschnitt und wirksame Höhe müssen zum Wärmeerzeuger passen.

Bivalenzpunkt

Außentemperatur, ab der eine Wärmepumpe allein den Wärmebedarf nicht mehr deckt und ein zweiter Wärmeerzeuger zuschaltet.

Blockheizkraftwerk (BHKW)

Erzeugt gleichzeitig Strom und Wärme. Sinnvoll vor allem bei hohem, ganzjährig gleichmäßigem Wärmebedarf.

Brauchwasser

Erwärmtes Trinkwasser für Dusche, Bad und Küche. Fachlich korrekt spricht man von Trinkwarmwasser.

COP (Leistungszahl)

Verhältnis von abgegebener Wärme zu eingesetztem Strom einer Wärmepumpe in einem bestimmten Betriebspunkt.

Durchlauferhitzer

Erwärmt Wasser erst bei der Entnahme. Ohne Speicher, dafür mit hoher elektrischer Anschlussleistung.

Brennwerttechnik

Was ist Brennwerttechnik?

Brennwertgeräte nutzen nicht nur die Wärme der Verbrennung, sondern zusätzlich die Energie, die im Wasserdampf des Abgases steckt.
Das Abgas wird dabei so weit abgekühlt, dass der Wasserdampf kondensiert und seine Wärme an das Heizwasser abgibt. Dadurch wird der
eingesetzte Brennstoff deutlich besser ausgenutzt als bei älteren Heizkesseln.

Was gehört technisch dazu?

Brennwerttechnik gibt es für Gas und Öl. Voraussetzung ist eine feuchteunempfindliche Abgasanlage, meist ein Kunststoff- oder Edelstahlrohr
im vorhandenen Schornstein, sowie ein Anschluss für das anfallende Kondensat. Ihren Vorteil spielt die Technik vor allem bei niedrigen
Rücklauftemperaturen aus – ein hydraulischer Abgleich zahlt sich hier unmittelbar aus.

Welche Rolle spielt sie heute?

Seit dem Gebäudemodernisierungsgesetz gilt wieder eine freie Heizungswahl – Gas- und Öl-Brennwertgeräte sind also weiterhin zulässig. Unter Druck stehen sie trotzdem: Neu eingebaute Anlagen müssen künftig mit steigenden Anteilen erneuerbarer Brennstoffe betrieben werden, die CO₂-Bepreisung verteuert den Betrieb Jahr für Jahr, und eine Förderung gibt es nur beim Umstieg auf ein erneuerbares System. Als Teil einer Hybridlösung – gemeinsam mit einer Wärmepumpe oder einer Solarthermie-Anlage – bleibt die Brennwerttechnik dagegen eine sinnvolle Option, besonders in Gebäuden mit hohem Wärmebedarf.

Brennwerttechnik bei Christ & Wieprecht

Christ & Wieprecht prüft, ob sich Brennwerttechnik im konkreten Gebäude noch lohnt, und zeigt auf, wie sie sich mit erneuerbaren
Komponenten zu einer zukunftsfähigen Lösung verbinden lässt.

Weitere Informationen finden Sie auf unserer Leistungsseite Wärmetechnik.